2 In Portrait

Melissa Rademacher AKA Riders Eyes

Melissa Rademacher von Riders Eyes ist ein echtes Moto Babe. Schon die Posts über Altes Eisen und Glemseck 101 durfte ich mit ihren genialen Fotos bestücken. Heute möchte ich euch einen tieferen Einblick in das Leben der coolen Blondine aus Baden-Baden geben. Ich durfte ihr einige Fragen stellen und so entstand ein spannender Essay über ihr Leben, ihr Schaffen als (Hobby-)Fotografin und das Motorradfahren – aus ihrer eigenen Perspektive:

 

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Hättest du mich vor sechs Jahren gefragt ob mich Motorräder interessieren, hätte ich schmunzelnd verneint

 

Ich habe keine coole Geschichte zu erzählen wie „mein Opa hat mir das Schrauben beigebracht weil er keinen Enkelsohn hatte“ oder „ich bin mit Bikes groß geworden“, nein. Bei mir war es recht simpel: ich glaube die Eintönigkeit meines Wohnortes hat mich zu so einer Art Ausbruch gezwungen. Hättest du mich vor sechs Jahren gefragt ob mich Motorräder interessieren, hätte ich schmunzelnd verneint.

Ich bin 39 Jahre alt und lebe in Baden-Baden, eine wunderschöne und kultivierte Kleinstadt am Schwarzwaldrand. Hier sind unsere beiden Familienbetriebe für welche ich tätig bin und hier fährt man eher Porsche, wenn du weißt was ich meine.

Melissa Rademacher aka Riders Eyes

Aus Spaß wurde Ernst und wenige Wochen später stand meine erste Harley da und ich am 4.7.2012 mit meinem Unabhängigkeitsschein!

 

Ich hatte immer wieder irgendwelche Hobbys aber nichts gab mir den Ausgleich wie meine jetzigen beiden Leidenschaften. Auf das Mopedfahren brachte mich mein damaliger Freund. Er hatte zu dieser Zeit eine – im Nachhinein betrachtet – ziemlich hässliche Nightster mit Endtöpfen, die ihn in der gesamten Umgebung unbeliebt machten. Ja, es gibt auch „zu laut“! Er nahm mich mit… immer wieder. Und ich bekam nicht genug. Genug von ihm aber schon (lacht). Also beschloss ich einfach eine Probefahrstunde zu nehmen. Aus Spaß wurde Ernst und wenige Wochen später stand meine erste Harley da und ich am 4.7.2012 mit meinem Unabhängigkeitsschein!

Es wurde eine 2003er Sportster. Unschön war das Teil und so ließ ich mich durch den regelmäßigen Kauf diverser Fachzeitschriften wie Custombike oder Dice Mag inspirieren. Schrauben kann ich nicht. Zumindest habe ich es nie versucht. Das überlasse ich bis heute den zuverlässigen Händen vom Tennessee Road Shop in Ottersweier, die alles wunschgemäß für mich umsetzen.

 

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ich bin sehr glücklich über die positive Resonanz

 

Ich besuchte eine Veranstaltung nach der anderen, ebenfalls zur Inspiration und meist alleine weil es keine Gleichgesinnten in meinem Umfeld gab. Nachdem ich ein paar Jahre auf sehr vielen Festen – ob bei den Rockern oder in der Chopperszene – getanzt hatte und sich ein kleiner angenehmer Bekanntenkreis (ein paar wenige würde ich sogar inzwischen Freunde nennen) aufgebaut hatte, kam das Bedürfnis, die Stimmung der jeweiligen Szenen festzuhalten. Und so griff ich vor einem Jahr erstmal zu einer kleinen Systemkamera. Eine hübsche Fujifilm im Retro Stil. Schnell war diese ausgereizt, sodass ich mir vor einem halben Jahr die Canon 760D mit ein paar netten Linsen gönnte. Das ist bis heute mein Werkzeug. Ich kann keinen Fotografen-Fachjargon und auch Photoshop ist mir noch ganz unheimlich aber ich bin sehr glücklich über die positive Resonanz.

Melissa Rademacher aka Riders Eyes

irgendwann komme ich nicht mehr zurück

 

Du fragtest mich nach meinem Ziel: Ich will besser werden, Spaß dabei haben und ohne Druck oder Zwang schauen, was sich entwickelt. Meinen Beruf habe ich. Ich freue mich einfach riesig, wenn sich die Menschen über meine Bilder freuen. Wenn ich es schaffe sie so abzulichten, wie sie sich selbst gerne sehen. Außerdem möchte ich mich so viel es geht auf zwei Rädern bewegen. Ob es jetzt meine Harley ist, meine KTM Duke oder irgendein Rental… das ist mir egal. Ich bin dieses Jahr in den Bergen von Gran Canaria und in der Wüste von Dubai gefahren. Das Jahr zuvor in Miami und Umgebung. JA, ich bin ein Schönwetterfahrer und wahrscheinlich das verfrorenste Stück, das du kennst. Daher immer die Flucht ins Warme… und irgendwann komme ich nicht mehr zurück.

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Danke für das tolle Gespräch, Melissa. Wir dürfen darauf gespannt sein, was wir von dieser talentierten Lady noch hören werden. Gebt Riders Eyes eueren Like auf Facebook. Fotos von Achim Dengler und Melissa Rademacher. Vielen Dank!

2 Comments

  • Reply
    Kathrin Schuller
    Sonntag, der 18. September 2016 at 14:31

    Tolles Interview und eine tolle Frau. Musste unbedingt gleich die Facebook Seite liken. Richtig tolle Fotos!

    • Reply
      themotobabe.com
      Sonntag, der 18. September 2016 at 19:41

      Hey Kathrin, danke für dein Feedback. Schön, dass dir die Beiträge gefallen. Zu Melissa: oh ja, das ist sie! Und ich denke wir werden hier noch eine Menge von ihr hören. 😉

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