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Glemseck 101 – von Kaffeemaschinen, Motorbienen und Rennturbinen

Heute geht ein weiterer Gastbeitrag online,  geschrieben von meiner rasenden Reporterin Dinah Gasolina, die für euch vor Ort war. Die Fotos im Aufmacher und der Galerie kommen wieder von Melissa Rademacher aka Riders Eyes, die Fotos im Beitrag stammen von Dinah. Danke, Ladies!

Glemseck 101 in drei Worten: Voll. Laut. GEIL.

Sonntag, 3.9.2016, 17:00 Uhr. Der Himmel reißt alle Schleusen auf, es schüttet wie aus Kübeln. Und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass das der erste beschissene Moment des Wochenendes ist. Aber von Anfang an…

Wenn ich das erste Septemberwochenende, an dem jedes Jahr das Glemseck 101 stattfindet, mit drei Worten beschreiben müsste, dann wären das folgende: voll. Laut. GEIL. Zehntausende Besucher drängen sich ab Freitagabend auf dem großen Gelände um das Hotel Glemseck nahe Leonberg bei Stuttgart, auf der Achtelmeile, einem Teil  der ehemaligen Solitude-Rennstrecke, werden auch dieses Jahr wieder unterschiedlichste Rennen stattfinden.

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Mein persönliches Highlight ist natürlich das Flash-Dance Ladies Choice Race am Sonntagnachmittag, initiiert vom Mädelsmoppedclub The Curves aus Berlin, bei dem zehn Ladies gegen zehn Gentlemen antreten. Neben den Berliner Gören sind bekannte Fahrerinnen wie Stuntfrau Mai-Lin Senf, Amelie Mooseder von BMW und Francesca Gasperi, Testfahrerin bei Kawasaki, am Start. Klar dass die Mädels das Rennen rocken und mit 6:4 gewinnen! Daneben gibt es unter anderem das „Sultans of Sprint“- und das „Essenza“-Rennen, bei denen die abgefahrensten Custombikes an den Start gehen.

 

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Klar dass die Mädels das Rennen rocken
und mit 6:4 gewinnen!

 

Ich schlendere über den Platz und weiß gar nicht, wohin ich zuerst schauen soll – es gibt so viel zu sehen! Custombikes und Rennsemmeln von den besten Customizern Europas wie den Wrenchmonkees aus Dänemark, der Lucky Cat Garage aus Frankreich, den Youngs Guns aus der Schweiz oder Krautmotors aus Deutschland. Dazu natürlich die neuesten Modelle der großen Hersteller, Helme, Mode, Tattoos, Pinstriping von Chiko, gleich mehrere Barber Shops und geile Bands auf der großen Bühne (mein persönlicher Favorit waren die Peacocks am Freitagabend mit feinstem Punkrock). Und überall merkt man: Die Szene boomt und hipstert gewaltig.

Zusammen mit dem Wheels & Waves an der französischen Atlantikküste ist das Glemseck 101 Vorreiter einer neuen, coolen Motorradszene, in der der Spaß am Selberschrauben – und natürlich auch am hippen Style – im Vordergrund steht.  Waren Motorradtreffen bis vor einigen Jahren eher ein Fall für Kuttenträger (Ihr wisst schon, „Nomad MC Kuhle Wampe“), Anfangszwanziger auf quietschegrünen Rennmaschinen oder ältere Herren, die in ihren Harro-Lederkombis von 1982 in Petrol oder Flieder auf ihren BMWs oder Guzzis angetuckert kamen, so geht es plötzlich überall um Style.

glemseck_collage_01Es macht Spaß, die wachsende Anzahl
an Moppedmädels zu beobachten

 

Schon im letzten Jahr fielen die vielen gutaussehenden tätowierten Bartträger in ihren Deus Ex Machina-Outfits auf, dieses Jahr hat sich ihre Anzahl gefühlt noch einmal verdoppelt. Natürlich fährt jeder eine stylisch umgebaute BMW und nach dem fünften Kombination aus (gutaussehendem) Herrn und (stylish gecustomistem) Bike wird mir langweilig und ich gehe Maultaschen essen. Mehr Spaß macht es eindeutig, die wachsende Anzahl an Moppedmädels zu beobachten, die das Ganze nicht halb so ernst nehmen wie die Herren der Schöpfung und es eindeutig genießen, sich ihre ganz eigene bunte Bikewelt zusammenzubauen.

 

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Megaglück haben wir auch mit dem Wetter, Sonne satt von morgens bis abends mit Tagestxemperaturen von nahezu 30 Grad – so mancher Besucher im schwarzen Lederoutfit wird fast gegrillt. Sobald die Sonne untergeht, wird es allerdings frostig und die Bewohner der Zeltwiese sind vermutlich dankbar, dass sie den guten Daunenschlafsack eingepackt haben. Ich schlafe glücklich und warm verpackt in meiner kleinen Blechbüchse aka VW-Bus und kann mich nach einer entspannten Nacht morgens gleich wieder ins Getümmel stürzen.

Also Ladies: hinfahren! Ein geiles Treffen mit geilen Bikes, geilen Menschen und geilen Ideen für das eigene Mopped. Außerdem habt Ihr jetzt ein Jahr Zeit, Euch auf das nächste Flash-Dance Race vorzubereiten, damit das Rennen Ladies vs. Gentlemen im nächsten Jahr vielleicht 10:0 ausgeht.

 

Wir sehen uns 2017 – forever two wheels!

 

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All pictures taken by Riders Eyes & Dinah Gasolina, thansk again ladies.

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3 Comments

  • Reply
    Kathrin Schuller
    Dienstag, der 13. September 2016 at 18:36

    Hallo Jules,

    vielen Dank für den tollen Bericht. Ich habe von der Veranstaltung dieses Jahr das erste mal gehört und da war sie leider auch schon vorbei. Dank dir weiß ich, dass sie doch sehr interessant klingt und ich nächstes Jahr auf jeden Fall vorbeischauen will.

    Gruß
    Kathrin

    • Reply
      themotobabe.com
      Samstag, der 17. September 2016 at 22:19

      Hey Kathrin,
      schön von dir zu hören. Es freut mich total, dass dir der Bericht Lust gemacht hat, selbst ans Glemseck zu fahren. Genau so etwas will ich erreichen. Dann sehen wir uns hoffentlich 2017 dort. 🙂

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